mezen * mobil – Mine Caching in der Kulti

Im Kinder- und Jugendfreizeithaus Kulti wurde der Wunsch geäußert, eine bei den Kindern sehr beliebte Freizeitbeschäftigung namens Minecraft einmal pädagogisch aufzugreifen. Da sich die Kinder im vergangenen Jahr mit Geocaching befasst haben, kam der Gedanke auf, dieses Thema nun in Minecraft aufzugreifen. An drei Tagen bietet sich Kindern also die Möglichkeit, ihr Fachwissen hinsichtlich Minecraft auf die Probe zu stellen und auf andere, neue Art und Weise damit umzugehen. Dabei werden ihnen einige Kompetenzen abverlangt:

  • Geocaching in seine Bestandteile (Regeln, Cachearten, Spielziele, Mechanismen, usw.) zerlegen und visualisieren,
  • die Fähigkeit kreative Lösungen für auftretende Probleme finden (welche Spielregeln können in Minecraft übertragen, abgeändert oder verworfen werden? Welche Blöcke können in Minecraft als Cache-Behälter dienen? Welche items können als GPS-Gerät, Karte oder Logbuch genutzt werden? Wie lässt sich das Listing der virtuell gefundenen Caches analog bewerkstelligen?)
  • sich nicht in der Offenheit und den vielen Möglichkeiten die Minecraft bietet „verlieren“ (das Ziel „im Auge behalten“)
  • sich eigene Caches auszudenken, sie so zu verstecken, dass die Suche für andere eine Herausforderung darstellt, ohne zu überfordern (es soll Spaß machen!)
  • sich mit Mitspielern organisieren und angemessen kommunizieren
  • sich selbst und anderen formale Regeln zu geben und diese auch zu befolgen
  • und viele andere …

Die Kinder erstellen selbst Caches verschiedener Art und spielen die Caches von anderen. Neben traditionellen, Mistery- und Multi-Caches entsteht so auch eine neue Art: Der Adventure-Cache, welcher mit Jump’n’Run-Einlagen und Labyrinthen aufwartet. Auch Eltern sind nicht wenig daran interessiert, was ihre Kinder so alles gebaut haben. Eines der Kinder trifft mit Überraschung sogar auf den Avatar seines Großvaters.

Nicht alle Kinder haben Vorkenntnisse in Sachen Geocaching. Insofern ist eines der Ziele dieses Angebots auch, sie für das Spielen des eigentlichen Geocachings zu motivieren. Am Ende überlegen die Kinder gemeinsam, welche Möglichkeiten Geocaching in der realen und in der virtuellen Welt bietet. Was lässt sich in Minecraft nicht umsetzen und welche Konstruktionen sind in der realen Welt nicht möglich? Beide Spielformen bieten eigene Vorzüge und ergänzen einander. Letztendlich fehlte aber leider jene Spannungskomponente, die Geocaching ausmacht: Die Muggler.

 

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